Therapie

Eine Therapie ist dann angezeigt, wenn der exzessive Computer- oder Internet-gebrauch die Merkmale eines süchtiges Verhaltens erfüllt und dadurch wichtige Lebensprozesse sowie Lebensentwicklungen deutlich behindert oder verunmöglicht werden.

Ambulante und stationäre Therapie

Bei einer ambulanten Therapie geht die betroffene Person ein- oder mehrmals wöchentlich zur Einzel- oder Gruppentherapie. Sie kann zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und z.B. weiterhin zur Schule oder zur Arbeit gehen. Eine stationäre Therapie dagegen beinhaltet einen Klinikaufenthalt mit Übernachtung. Durch den geregelten Ablauf im Klinikalltag entsteht ein Abstand zu früheren Lebens- und Verhaltensweisen. Mit dieser Unterstützung können Betroffene wichtige Änderungsschritte in die Wege leiten.

Eine stationäre Therapie in einer Klinik kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise

  • eine akute Krisensituation vorliegt,
  • zusätzlich psychiatrische Symptome vorliegen,
  • eine ambulante Therapie nicht den erwünschten Erfolg brachte oder
  • wenn die Lebenssituation besonders schwierig und belastend ist.

Eine stationäre Therapie dauert in der Regel ca. 4-8 Wochen. Nach der stationären Therapie erfolgt in der Regel eine ambulante Nachbetreuung mit dem Ziel, Erlerntes in den Alltag umzusetzen und die Fortschritte langfristig erhalten zu können.

Bestandteile einer Therapie

Wichtige Bestandteile einer Therapie können sein:

  • Förderung der Veränderungsmotivation
  • Ablösen vom Spielverhalten unter Berücksichtigung von möglichen Entzugs-symptomen und aufkommender Trauer
  • Begleitende psychische Belastungen oder Störungen wie z.B. Depressionen, Ängste oder ADHS erkennen und bei Bedarf mitbehandeln
  • Massnahmen zur Arbeitsintegration