Therapie

Im Rahmen einer Therapie können Personen mit einer Kaufsucht die Funktion, die das Kaufen in ihrem Leben einnimmt erkennen und wichtige Änderungsschritte in die Wege leiten. Ausserdem werden die Betroffenen bei der Bewältigung von Folge-problemen wie der Regulierung von Schulden sowie beruflichen und Partnerschafts-problemen unterstützt.

Psychotherapie

Eine Psychotherapie ist hilfreich und kann folgende Elemente beinhalten:

  • Diagnostische Abklärung und Informationsvermittlung über pathologisches Kaufen
  • Analyse des eigenen Kaufverhaltens und Identifizierung entsprechender Auslöser
  • Training von Strategien zur Selbstkontrolle und Massnahmen zur Rückfallprävention
  • Geldmanagement
  • Umgang mit negativen/ dysfunktionalen Gedanken, z.B. Erlernen von Neubewertung
  • Bewältigung von negativen Gefühlen
  • Selbstwertthematisierung
  • Stressmanagement und Problemlösestrategien.

Die Betroffenen lernen in der Therapie zu erkennen, wann genau und warum sie zu Kaufexzessen neigen und was sie stattdessen tun bzw. wie sie sich davor schützen könnten: Wichtig ist, sich sehr genau zu beobachten und z.B. Kaufprotokolle zu führen. Es ist wesentlich, dass sich die Betroffenen bewusster machen, was beim Kaufprozess passiert. Nur dann können sie Einstellungen verändern und Einfluss auf ihr Verhalten nehmen. Solche Strategien können helfen, wieder Kontrolle über das Kaufverhalten zurückzugewinnen bzw. den Automatismus des Kaufens zu unterbrechen.

Medikamentöse Therapie

Bisher liegen kaum kontrollierte Studien vor, die einen deutlichen Erfolg bei der Behandlung von Kaufsucht mit Medikamenten zeigen. Getestet wurden bisher vor allem verschiedene Antidepressiva. In Einzelfällen können sie hilfreich sein.